Mein Fährtentagebuch ab dem 05. Oktober 2009
Natürlich haben wir schon viel viel mehr Fährten gesucht, aber ab Heute möchte ich euch ein wenig in unsere Abeit mit einbeziehen, dass ihr mal seht, was das kleine Schnuffelwunder Diego alles so meistern muss. Los geht's:
05. Oktober 2009

Wir haben begonnen auf einer etwas längeren, leider recht trockenen Wiese. Erst mit einem ausgetrampelten Viereck mit versteckten/verscharrten Würstchen und vom linken oberen Eck des Quadrats aus eine ca. 20m lange Gerade, davon ungefähr 2-3 Fußstapfen mit Würstchen versetzt. Am Ende ein Holzgegenstand.
Fazit: Diego hat das Viereck super leergesucht und die Gerade konzentriert mit tiefer Nase geschnüffelt. Das Das Viereck sollte dazu dienen, ihn auszubremsen und auf eine konzentrierte Arbeit vorzubereiten, um die "Spur" richtig aufnehmen zu können. Den Gegenstand hat Diego korrekt und gerade verwiesen.

Danach habe ich mich leider für einen trockenen, leider etwas schweren Acker entschieden, hinterher ist man immer klüger nicht wahr? =)
Insgesamt 4 Schenkel mit einer Länge von ca. 50-100 Schritten (ich weiß es nicht mehr so genau) und 2 Gegenstände (Jute und Holz).
Fazit: Leider war der Acker ein wenig zu schwer, denn ich habe hinterher selbst nicht mehr richtig sehen können, wo ich gelaufen bin. Diego konnte sich nicht sehr gut konzentrieren, war etwas verunsichert und ich musste ihm leider zweimal wieder hereinhelfen. Die Gegenstände waren, wie immer allerdings kein Problem für meine Schnuffelnase. Beim letzten Winkel benötigte Diego allerdings wieder ein wenig Hilfe durch ein kurzes "telefonieren" an der Leine =)

Alle guten Dinge sind drei: Da die ersten beiden Fährten etwas hektisch waren, gönnte ich meinem Diego eine längere Pause und legte in der Zeit noch eine kürzere SchH1 Fährte.
Fazit: Anfangs leider wieder etwas hektisch gesucht, jedoch kein einziges Mal die Spur verloren und den ersten Winkel korrekt genommen. Beim zweiten Winkel war wieder ein kurzes "Leinen-Telefonieren" notwendig, die Gegenstände waren wieder kein Problem und ganz selbstständig.
Ich glaube, der trockene Boden macht meinem Diego ein wenig zu schaffen, hoffen wir auf Regen, denn es hat die letzten 5 Wochen kein einziges Mal geregnet. Die Acker stauben und die Wiesen sind vertrocknet.
06. Oktober 2009

Nachdem es gestern Abend schön geregnet hatte und der Boden endlich wieder etwas feuchter war, ging es heute gleich weiter mit der Schnuffelei. Wieder haben wir mit einem "Konzentrations-Viereck", auf einer saftigen, etwas kürzeren Wiese begonnen.
Fazit: Diesmal vergrub Diego sein Näschen wieder sehr tief und nahm gleich, ruhig Witterung auf. Als das Viereck leer gesucht war, ging er gleich von selbst, schön langsam über in die Gerade vom rechten, oberen Eck heraus. Den Winkel meisterte er ohne Hilfe, völlig korrekt und genauso den Gegenstand. Gleich gabs ein paar leckere "Bestätigungs-Würstchen" und ein ausgiebiges Ballspielt zum Abschluss.

Um meine Diego-Meisterschnuffelnase heute mal ein wenig zu überraschen, habe ich mal etwas ausgefallener Spuren gelegt. Ausgesucht habe ich mir dafür eine etwas höhere, nasse Wiese. Los ging's mit zwei kurzen Schenkeln und zwei Winkeln, dann ging's über in einen Rechtsbogen, danach kam ein Ledergegenstand. Dann folgten wieder drei Winkel mit jeweils drei kurzen Schenkeln und am Ende ein Holzgegenstand.
Fazit: Mein Diego war nach der ersten, superkurzen Gerade etwas erstaunt, als schon ein Winkel kam, guckte mich kurz an, nach dem Motto: "Was is's etz deeees?", suchte aber dann gleich konzentriert weiter. Die vielen Winkel und Richtungswechsel haben ihn zwar anfangs verwirrt, jedoch dazu gezwungen, konzentrierter und aufmerksamer zu suchen. Die Gegenstände meisterte er wieder völlig korrekt, ohne Hilfe. Auch der Bogen war für ihn kein Problem. Diese Fährte war einfach perfekt und hätte uns in einer Prüfung sicherlich viele Punke eingebracht, nicht wahr Diego? =)
07. Oktober 2009

Heute haben wir uns wieder für eine etwas kürzere Wiese entschieden. Ersteinmal zwei kurze Schenkel und dann ging's über in eine halbe SchH1 Fährte.
Fazit: Diego hatte heute einfach nicht seinen Fährten-Tag. Leider war er sehr hektisch, unkonzentriert und ungenau. Die Gegenstände, wer hätte das gedacht, waren wie immer kein Problem jedoch die Winkel haben ihm heute große Probleme bereitet. Das Suchen war allgemein viel zu schnell. Morgen ist auch noch ein Tag, mal sehen, wie's dann wird.
10. Oktober 2009

Heute haben wir uns für eine kurzgeschnittene, halb schwimmende Wiese entschieden. Der erste Schenkel 120 Schritte, der zweite Schenkel mit Holzgegenstand 100 Schritte und der dritte Schenkel 50 Schritte, am Ende mit Jutegegenstand. Dieses mal habe ich versucht, die Schritte weiter auseinander zu legen und anfangs mit mehr Würstchen zu arbeiten, weil Diego die letzten Male leider immer schneller gesucht hat. Dildei beschreibt in seiner Arbeit: Für Hunde, die dazu neigen, zu schnell zu suchen, müssen die Schritte größer und weiter sein und das Futter ebenfalls größer sein. Ein Versuch war's wert, dachte ich mir....
Fazit: Diego war zu beginn sehr konzentriert, wohl anfangs leicht verwirrt, hat sich dann aber gut eingesucht und die Gegenstände einwandfrei angezeigt. "Wasserfährten" liebt mein Diego total und die Dildeimethode hat super funktioniert. Mal sehen, was die nächsten Fährten so bringen.
17. Oktober 2009

Bei Wind und kaltem Wette haben wir uns heute auf den Weg gemacht, um mal wieder zwei kleine Fährten zu suchen. Zuerst ging's los mit dem obligatorischem Konzentrationsviereck und dann ging's über in einen queren Rechtsbogen, am Ende mit Ledergegenstand in einer kurzen, nassen Wiese. Wieder nach Dildeimethode gelegt, große lange Schritte, große Leckerlies.
Fazit: Super! Diego hat das Viereck komplett durchgesucht, Näschen richtig schön vergraben und ist komplett selbstständig und superkonzentriert in die Gerade übergegangen. Gegenstand: Perfekt verwiesen, ruhig gewartet bis zur Ballbestätigung.

Die zweite, etwas größere Fährte legte ich heute mal in einen matschigen Saatacker ganz in der Nähe der ersten Fährtenwiese. Die Geraden waren ca. 100-120 Schritte lang (ich zähle da nicht immer so genau), Gegenstände waren Jute (eigentlich eher ein altes Stück Teppich) und am Ende Holz. Dito: Nach der Dildeimethode. Lange, große Schritte, Anfangs mehr Würstchen in jeden Schritt und zum Schluss die Würstchen immer mehr reduziert, die letzte Gerade komplett ohne Würstchen.
Fazit: Genial! Diego's Köpfchen ging rechts, links, rechts, links, rechts, links.........Er hat diesmal viel langsamer und wesentlichen genauer gesucht, als die male zuvor (die Methode fruchtet anscheinend und das macht mich irre stolz) und auch die Gegenstände wieder einmal super verwiesen. Heute kann ich wirklich sagen: Diego, das war spitze! Und vielleicht bekommen wir's ja doch bis zum 13. Dezember gut hin....=)
25. Oktober 2009

Heute haben wir uns für eine kurze, durchnässte Wiese entschieden. Die insgesamte Länge der Fährte war 300 Schritte auf drei Schenkel verteilt mit einem linken und einem rechten Winkel, 2 Gegenstände. Wieder nach dem Schema: große lange Schritte, Anfangs viele Würtschen in jeden Fußstapfen und dann immer mehr abbauen, gegen Ende der Fährte wieder ein paar Würtschen mehr.
Fazit: Den Anfang hat Diego leider wieder ein klein wenig zu schnell gesucht, hat jedoch alle 3 tiefen, störenden Mauselöcher auf der gesamten Fährte komplett ignoriert und den linken Winkel super gefunden. Beim zweiten Winkel habe ich leider einen Fehler gemacht und die Schritte falsch gesetzt und Diego hat ihn nicht gleich auf Anhieb gefunden, da musste ich ihm ein wenig helfen. Die Gegenstände wie immer, null Problemo! Insgesamt sehr gut, meine ich doch mal =)
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